NEWSChampagner, Rap und Cannabis

Champagner, Rap und Cannabis

Während die gesamte französische Weinindustrie unter Corona leidet, so auch die Produzenten der Champagne, entstehen im Hotspot Bordeaux Kuriositäten in Sachen Wein: Absatz von Champagner 2020 um 18 Prozent eingebrochen – Rapper Jay-Z verkauft Hälfte seiner Champagnerfirma – Bordeaux mit Cannabisextrakt.

FRANKREICH (Reims) – Geschlossene Hotels, Bars und Restaurants haben den weltweiten Absatz von Champagner im vergangenen Jahr einbrechen lassen. Unter dem Strich stand ein Minus von 18 Prozent, wie der Wirtschaftsverband der Branche jetzt bestätigte. Demnach wurden 2020 weltweit rund 245 Millionen Flaschen des prickelnden Getränks verkauft. Das sei ein „schwarzes Jahr“ für den Champagner gewesen, hieß es.

Zugleich habe die Branche durch eine zurückgefahrene Produktion die Krise „gut gemeistert“. Das Ergebnis sei letztlich besser als noch im Juli erwartet, heißt es auf Nachfrage. Auch der zurückgefahrene Tourismus als Maßnahme zur Eindämmung der Corona-Pandemie habe zum Verlust beigetragen.

Rapper Jay-Z verkauft Hälfte seiner Champagnerfirma an Luxuskonzern LVMH – Kaufsumme für Ace of Spades wird nicht genannt

FRANKREICH (Chigny-les-Roses) – Der US-Rapper Jay-Z, Ehemann von R&B-Diva Beyoncé und erster Rap-Milliardär der Geschichte, hat die Hälfte seiner Anteile an der Champagnermarke Armand de Brignac wieder verkauft – an den französischen Luxusgüterkonzern LVMH, der unter anderem die berühmten Champagnermarken Moët & Chandon oder Dom Pérignon im Portfolio hat. LVMH übernehme zudem den weltweiten Vertrieb für Armand de Brignac, teilte LVMH-Manager Philippe Schaus jüngst in einer Pressemeldung mit. Eine Kaufsumme wurde nicht genannt. Jay-Z erklärte, die neue Partnerschaft habe „sich die ganze Zeit altvertraut angefühlt“. 

Jay-Z hatte die kleine Kelterei in der französischen Champagne im Jahr 2014 gekauft. Er hatte die Premiummarke – ausgeschenkt in charakteristischen Metallflaschen mit einem Pik-As-Logo und daher auch „Ace of Spades“ genannt – schon im Jahr 2006 entdeckt und öffentlichkeitswirksam in seinem Musikvideo „Show Me What You Got“ präsentiert. 2019 wurden weltweit rund 500.000 Flaschen verkauft – 2020 brach der Absatz wegen der Corona-Pandemie ein. 

Burdi W Wein mit Cannabisextrakt
100 Prozent Petit Verdot und ausgebaut wie klassischer Wein, versetzt mit Bio-Hanf aus einem Hanf-Feld nahe der Gironde. (Foto: burdiw / Facebook)

Franzose verkauft Wein mit Cannabisextrakt – Raphael De Pablo wirbt mit „entspannender Wirkung“ seines Tropfens

FRANKREICH (Bordeaux) – Für besonders entspannte Abende brachte jüngst ein Franzose Wein mit Cannabisextrakt auf den Markt. Der Unternehmer Raphael De Pablo wird in französischen Medien zitiert: sein Getränk der Marke „Burdi W“ sei mit Cannabidiol (CBD) versetzt – einer Substanz aus Hanf, der unter anderem eine angstlösende und entkrampfende Wirkung zugeschrieben wird. „Das gibt dem Alkohol eine zusätzlich entspannende Note“, sagt De Pablo. 

Anders als das Rauschgift ist Cannabidiol legal. Wegen des Zusatzes darf De Pablo sein Getränk allerdings nicht als „Wein“ vermarkten, sondern muss es als „aromatisiertes Getränk auf Weinbasis“ etikettieren. Um den strengen CBD-Geschmack auszugleichen, hat der 28-Jährige zudem „einen Hauch von schwarzer Johannisbeere“ beigemischt.

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